Mad Games: Der Hauptmann und die Philosophie

„Hauptmann?“

„Was?“

„Mir ist gerade klar geworden, dass die Tore der Arenen in zwei Wochen für immer schließen.“

„Jap.“

„Was zum Teufel meinst du? Weißt du, was das bedeutet? Danach gibt es keine Chance mehr, an postapokalyptische Fahrzeuge zu kommen! Irre Rammangriffe aus dem Nirgendwo, Verbündete mit Granaten heilen und blitzschnelle Bewegungen gibt es dann nicht mehr! Deine Witze sind dann vorbei! Unterhaltsame Fahrten inmitten eines tobenden Sturmes gibt es dann nicht mehr! Alles endet!“

„Ich bin überrascht! Unser Leben NACH der Apokalypse ist nicht so schlecht. Und allgemein sollten wir es positiv sehen. Damals haben wir den Planeten ausgenutzt und waren buchstäblich am Ersticken von dem ganzen Mist, den wir produzierten. Aber wir haben weiter produziert und immer weiter. Und schau dich jetzt mal um.“

„Alles ist tot und wird nie wieder sein wie früher.“

„Oh, absolut. Aber sieh genauer hin. Als letzte Überbleibsel der Zivilisation finden wir Trost, indem wir etwas Neues aus den Überresten der alten Welt bauen. Selbst in den letzten Momenten der Menschheitsgeschichte schaffen wir weiter Neues! Naja, wir bauen seltsame, schwere Fahrzeuge und bekämpfen uns gegenseitig in Arenen, um Ressourcen zu erhalten. Aber so finden wir einen Zweck in unserem elenden Leben! Verstehst du, was ich meine? Solange wir schaffen, atmet dieses Universum weiter und wird neu geboren!“

„Hauptmann, hast du wieder diese Bücher gelesen, wie wir unter der riesigen Buddha-Statue fanden?“

„Warum glaubst du, ich könnte lesen?“

„Gut, schon gut, ich hab es verstanden: die Mad Games enden eines Tages, ihre Elemente werden aber neu geboren und Teil von etwas größerem …“

„Sei vorsichtig mit dem analytischen Denken, die Ältesten könnten in dir einen Rivalen sehen.“

„Du kannst mich mal, Hauptmann!“